Sonntag, 18. Februar 2018

Katholiken im Nationalsozialismus

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Die Kirche stand im 2. Weltkrieg loyal zum Dritten Reich und Hitler. Man muss sich nur einige Aussagen, die Gesinnung und die Weltanschauung einiger Bischöfe anschauen. Es ist einfach unverschämt, wenn heute von kirchlichen Kreisen immer wieder behauptet wird, sie habe Widerstand gegen Hitler geleistet. Aber Ehrlichkeit war ja noch nie eine Stärke der Kirche, dafür Heuchelei und Verlogenheit eine Schwäche.

Zum Beispiel äußerte sich der Bischof von Würzburg, Ehrenfried,  wie folgt:
„Da drängt es mich, euch zum Gottvertrauen und zur hingebenden Treue zum Vaterlande aufzurufen. Die Soldaten erfüllen ihre Pflicht gegen Führer und Vaterland opferwilligst mit dem Einsatz ihrer ganzen Persönlichkeit gemäß den Mahnungen der Heiligen Schrift. Mögen sie hinausziehen ins Feld im Vertrauen auf Gott und unserer Erlöser Jesus Christus.“

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„Ohne Gottesglauben können die Menschen nicht sein. Der Soldat, der drei und vier Tage im Trommelfeuer liegt; braucht einen religiösen Halt. Gottlosigkeit ist Leerheit“

Verfasser dieser Worte war Adolf Hitler, der zugegebenermaßen Experte war. Er richtete diese Worte an Kardinal Faulhaber, der sie 1936 auf dem Obersalzberg zu hören bekam. Dieser war ebenfalls erfahren, denn im Ersten Weltkrieg hatte er unter anderem folgendes verkündet:

„Nach meiner Überzeugung wird dieser Feldzug in der Kriegsthematik für uns das Schulbeispiel eines gerechten Krieges werden. […] Es geht um eine heilige, gerechte Sache, die diesen furchtbaren Einsatz an Blut und Gut wert ist, und jeder einzelne muß jetzt die Sorge des Vaterlandes zu seiner Hauptsorge machen.“

1933 schlossen die deutsche Regierung und der Vatikan ein Konkordat ab, das die Stellung der katholischen Kirche in Deutschland aufwertete.

 

https://hubwen.wordpress.com/2015/10/07/kirche-im-krieg-teil-1/

https://hubwen.wordpress.com/2015/10/07/kirche-im-krieg-teil-2/

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gottmituns
das war auf der Koppel angebracht
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Aus SZ

Vor 80 Jahren kapitulierte der deutsche Katholizismus: Zwar waren die christlichen Werte zu sentimental für den Männlichkeitswahn der Nationalsozialisten. Aber ihre rigide Moral kam vielen entgegen. Die Kirche bewahrte ihre Unabhängigkeit, schwieg aber meist zu Vernichtungskrieg und Völkermord.

Von Holger Arning

„Das müssen wir den Nationalsozialisten bestimmt zur Ehre anrechnen: ihre Opferbereitschaft bis zum Tode“, schrieb Jakob Clemens, Generalsekretär des Katholischen Jungmännerverbandes, im März 1933. Sein 400.000 Mitglieder starker Verband war immer entschieden gegen Hitler aufgetreten. Jetzt pries Clemens im Kampf gegen die Nationalsozialisten ausgerechnet deren Heroismus als Vorbild: „Diese Bereitschaft zum Heldentum, ja zum blutigen Opfergang für Christus, muss in uns Priestern selbst und in den Herzen unserer Jungmänner wieder lebendig werden.“

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Doch der große, heroische Kampf blieb aus. „Es ist leider nicht zu verneinen, dass das katholische Volk sich, abgesehen von wenigen Ausnahmen, dem neuen Regime mit Enthusiasmus zugewandt hat“, berichtete Cesare Orsenigo, Apostolischer Nuntius in Berlin, am 22. März nach Rom. Einen Tag später stimmte die Zentrumspartei dem Ermächtigungsgesetz zu, und am 28. März nahmen die deutschen Bischöfe frühere Verbote und Warnungen gegenüber dem Nationalsozialismus zurück. Der deutsche Katholizismus hatte kapituliert.

 

Die Historiker haben dafür zahlreiche Gründe ausgemacht: Hitlers Zugeständnisse an die Zentrumspartei, Angst vor der Gewalt der SA, das Schreckgespenst eines kommunistischen Umsturzes und die Hoffnung, die „Bewegung“ mitgestalten zu können. Kaum in den Blick gerieten dagegen Themen wie die Sexualmoral oder Modelle von Familie und Geschlecht, obwohl diese eng mit Identitäten und Emotionen verbunden sind – und oft entscheidende Faktoren in politischen Kämpfen.

 

Die Fronten verliefen dabei 1933 nicht nur zwischen Katholizismus und Nationalsozialismus, sondern auch zwischen vermeintlich modernen Jugendlichen und spießigen Alten, dekadenten Intellektuellen und bornierten Ungebildeten, verweichlichten Stadt- und rückständigen Landbewohnern. Das lässt sich vor allem an Diskussionen über Sittlichkeit und Männlichkeit zeigen.

 

Die deutschen Bischöfe hatten in der Zeit der Weimarer Republik vielfältige Gefahren für die Sittlichkeit gesehen und etwa die „perverse Propaganda für die Nacktkultur“, körperbetonte Moden und freizügige Kunst energisch bekämpft. In ihren Augen drohte nicht nur die Degeneration der Gemeinschaft, sondern auch der Verlust des Seelenheils. Diese rigide Moral dürfte nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, Gläubige vom Klerus zu entfremden und empfänglicher für die nationalsozialistische Propaganda zu machen.


„Bekämpfung der ,Nacktkultur’“

Doch in seiner oft unbestimmten Vielgestaltigkeit warb der Nationalsozialismus zugleich um konservative Katholiken. In seiner Regierungserklärung am 23. März sprach Hitler auch von Sitte und Moral: Die nationale Regierung werde „eine durchgreifende moralische Sanierung an unserem Volkskörper“ vornehmen; Theater, Film, Literatur, Presse und Rundfunk würden „als Mittel zu diesem Zwecke angesehen und demgemäß gewürdigt“.

Der Völkische Beobachter titelte „Endlich energische Bekämpfung von Schmutz und Schund“ und „Bekämpfung der ,Nacktkultur’“.

 

Das war für viele eine Drohung – für andere aber ein Versprechen, nicht zuletzt für führende Katholiken. Der Münsteraner Theologe Michael Schmaus stand nicht allein, als er 1933 von den Nationalsozialisten eine Verschärfung der Zensur erhoffte. Vorbehalte gegen die tolerante Elitenkultur linksintellektueller Großstädter waren gerade im ländlichen Katholizismus weit verbreitet. Opfer des Nationalsozialismus, die gegen die katholischen Sittlichkeitsvorstellungen verstießen, hatten daher wenig Hilfe von der Kirche zu erwarten.

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Katholiken im Nationalsozialismus

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Das Treiben von Rechtsextremen und Neonazis von heute, überall, nicht nur in Deutschland, besonders auch in den USA, wo dies alles geduldet wird. Dort gibt es Meinungsfreiheit ohne Grenzen. Man darf da auch zu Gewalt aufrufen oder dass man jemand töten sollte. Es ist richtig, wenn eine solche Meinungsfreiheit nicht erlaubt wird und dass es das Gesetz wegen Volksverhetzung gibt.

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Diese scheinbar harmlosen Symbole benutzen Rechtsradikale, um sich gegenseitig zu identifizieren

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Das Video ist aus focus.de

https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/adolf-hitler-10-skurrile-fakten-ueber-den-fuehrer_id_4633911.html

 

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Gruß Hubert

 

Sonntag, 11. Februar 2018

Männer werden manchmal in ihren Anliegen nicht ernst genommen

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Gerade von Urologen würden Männer mehr Verständnis erwarten. Mann muss sich fragen was haben diese Urologen denn im Studium mitbekommen? Von Psychologie gar nicht erst zu reden. Schließlich sind sie selber ja auch Männer. Dass Frauen bei Anliegen der Männer meist wenig Verständnis zeigen, sind Männer ja gewohnt. Obwohl es bei gutem Willen ja nicht so schrecklich schwierig wäre sich in das andere Geschlecht hinein zu denken und zu fühlen. Aber es ist wie es ist.

Einem 38-jährigen (nicht 88-jährig!) Patienten wurde nach Hodenkrebs trotz nachdrücklichen Verlangens seinem Wunsch nach Implantation einer Hodenprothese nicht entsprochen. Was würde passieren wenn ein Frauenarzt dem Wunsch nach einer Brustprothese nicht entsprechen würde? Ich möchte die Kommentare darauf nicht hören. Was wäre wenn der Frauenarzt sagen würde das sind nur Säuginstrumente, die Frau eventuell nach den Wechseljahren sowie nicht mehr brauchen würde? Aber es gibt auch bei Männern nicht immer Gleichberechtigung wie man leider feststellen muss.

Dr. Georg Pfau, Sexualmediziner, Männerarzt, Fliegerarzt, schreibt auf seiner Facebook-Seite:

Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass Männer in ihren Anliegen manchmal nicht ernst genommen werden. Gerade in letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Männern nicht nur das Verständnis für ihr Anliegen verwehrt wird, sondern sie auch noch kompromittiert werden. Ich habe einen Erfahrungsbericht verfasst:

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Männeranliegen werden oft nicht ernst genommen

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Als ich vor 15 Jahren begonnen habe, war der Männerarzt in Österreich noch ein unbeschriebenes Blatt. Unkenrufen zum Trotz habe ich meine Männersprechstunde zum Erfolg geführt und inzwischen überregionale Bekanntheit erlangt.

Ich versuche die an mich herangetragenen Probleme mit den Männern und ihren Partnerinnen selbst zu lösen. Es ist die Aufgabe von Sexualmedizinern nicht zu belehren, sondern die Probleme der Patienen zu erforschen und eine Lösung in deren Sinne an zu streben.

Meist gelingt dies sehr gut, manchmal allerdings lässt es sich nicht vermeiden, Männer an andere medizinische Einrichtungen weiter zu verweisen. Da gibt es dann leider immer wieder Enttäuschungen.

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Fall 1:

Ein 38-jähriger Patient erkrankt an Hodenkrebs. Ich habe die Diagnose mittels Ultraschall gestellt und ihn an ein Linzer Krankenhaus weiterverwiesen, wo er auch operiert wurde. Leider wurde trotz nachdrücklichen Verlangens seinem Wunsch nach Implantation einer Hodenprothese nicht entsprochen. Seinem Bericht zufolge wurde die Ablehnung keineswegs sachlich begründet, er wurde mit den Argumenten „das mache man nicht“ und „andere Männer verlangten das gar nicht“ abgewiesen.

 

Er – der Patient – solle auch froh sein, dass die Grunderkrankung – der Krebs – erfolgreich behandelt werden konnte. Nun, meiner Ansicht nach, sollte ärztliches Tun nicht die Dankbarkeit von Patienten zum Ziel haben, sondern dazu beitragen, Patienten ihrem Lebensglück näher zu bringen. Hodenprothesen müssen nicht, können aber sehr wohl zu eben diesem Lebensglück beitragen.

Der Mann wurde dann in einem anderen Linzer Krankenhaus zu seiner Zufriedenheit nochmals operiert.

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Fall 2:

Ein inzwischen 30-jähriger Mann verlor mit 21 Jahren einen Hoden wegen einer Hodentorsion. Auch damals wurde dem jungen, unwissenden Mann eine Hodenprothese verweigert.

Leider hat der fehlende Hoden im Verlaufe seiner sexuellen Karriere zu vielen für ihn peinliche Situationen geführt. „Ich habe es satt, mich dauernd erklären zu müssen“ argumentierte dieser Mann mir gegenüber.

Ich habe grundsätzliches Verständnis für solche Anliegen und habe auch diesen Mann in ein Linzer Krankenhaus überwiesen, in der irrigen Meinung, dass es für ihn nicht schwierig sein würde, diese Situation schlüssig dar zu stellen.

Weit gefehlt! „Die Ärzte haben mich regelrecht verscheucht“, erzählte mir dieser Mann zu meiner Verwunderung. Auch habe man dort meine ärztliche Diagnose einer „psychosomatischen Verstrickung“ angezweifelt.

Nun ich habe auch diesen Mann in ein anderes Krankenhaus geschickt, der Bericht von dort steht noch aus.

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Fall 3:

Ein 26-jähriger junger Mann leidet an einer generalisierten erektilen Dysfunktion. Trotz aller mir möglichen Bemühungen habe ich es nicht geschafft, diesem Mann zu helfen. Es ist die Pflicht eines an seine Grenzen stoßenden Arztes, Patienten an über geordnete Kompetenzzentren weiter zu verweisen. Genau dies habe ich gemacht.

Lesen Sie den Bericht des Mannes:

Hallo Herr Doktor!

Im Krankenhaus ist es meines Empfindens nach nicht so toll gelaufen.

Nach einer kurzen Schilderung meines Problems und was schon alles probiert worden ist, wurde ein Ultraschall von meinen Hoden und ich schätze mal von meine Nieren gemacht.

Danach wurde noch die Prostata abgetastet.  Ergebnis alles ok.

Am 28.2 hab ich noch eine Termin für eine Blutabnahme….

Kannst Du mir vielleicht sagen, wie es weitergehen soll?

Lg XXXX

P.S  ein großes Kompliment für dich wie du dir Zeit nimmst, alles erklärst und mich, den Patienten, für voll nimmst. Echt super. Da fühlt man sich gut aufgehoben. Hab erst jetzt den Unterschied gemerkt.

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Ich denke, diese Email braucht nicht kommentiert zu werden.

Ganz abgesehen für das Lob – vielen Dank – wundere auch ich mich immer wieder, wie manche Männer in ihren berechtigten Anliegen alleine gelassen werden.

Sicherlich, man kann nicht allen helfen, man sollte aber die Sorgen eines Patienten ernst nehmen und es vermeiden, ihn peinlich zu berühren.

Das fordert die Berufsethik.

Das meint

Ihr Männerarzt

Dr. Georg Pfau

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Männer werden manchmal in ihren Anliegen nicht ernst genommen

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Hier noch zwei Kommentare auf der Facebook-Seite von Dr. Georg Pfau

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Rainer Burghard
Danke Georg für Deinen Bericht….ich bin mir sicher, dieser spricht sehr viele (betroffene) Männer an! Solche Themen gerade in Bezug auf den Mann kommen in unserer Gesellschaft zu kurz….bei dem weiblichen Geschlecht ist die Lage etwas anders….wie ich finde!!!

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Klaus Wickert
Selbst wenn man sich dann diese Prothesen ‚erkämpft‘ – und in Deutschland grundsätzlich selbst finanziert – hat, reagieren andere behandelnde Ärzte meistens befremdet oder unwirsch. Das sei krankhafte Eitelkeit, die man sich abgewöhnen könne. Am besten solle man den Bereich ‚dort unten‘ nicht so wichtig nehmen oder gleich einen Psychotherapeuten konsultieren, wird dann gerne mal gesagt. In Amerika ist man in Hinsicht auf Ästhetik ein ganzes Stück weiter… Auch wird, was mit ED (ob nun temporär oder dauerhaft) zu tun hat, oft nicht ernst genommen. Zitat eines Urologen (!!!) zu beiden Themen: „Luxusprobleme! Oder wollen Sie etwa Pornodarsteller werden?“. Es ist gut, nützlich und wichtig, dass Sie, Dr. Pfau, diese Dinge offen ansprechen. Danke!

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Gruß Hubert

Dienstag, 26. Dezember 2017

Heimatlos – Reinhard Mey

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Reinhard Mey trifft es wieder mal haargenau mit seinem Lied „Heimatlos“.

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Heimatlos – Reinhard Mey

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https://www.4shared.com/web/embed/file/qNo5IcZbei
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Heimatlos

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Du kommst heim von der langen, anstrengenden Reise,
Schließt die Wohnungstür auf, gehst in die Küche und machst leise
Das Radio an, läßt dich auf einen Stuhl fall’n ganz benommen,
Du bist noch gar nicht so richtig angekommen.
Du blätterst in der Post, der Radiomann verspricht den Kids
Gebetsmühlenartig die größten Hits
Und die coolsten Oldies der letzten 200 Jahre
Und sie dudeln dich zu mit der immer gleichen Meterware
Wie von Helsinki bis hinunter nach Kampala,
Von links nach rechts über die ganze Radioskala
Und du merkst erst beim Verkehrslagebericht:
Dies ist das Land, in dem man angeblich deine Sprache spricht!

Doch du bist heimatlos,
Belogen,
Betrogen,
Übern Tisch gezogen,
Wie von ’nem schwarzen Loch aufgesogen.
Heimatlos,
Abgezockt,
Trocken gedockt,
Schwer geschockt,
In die Falle gelockt,
Und wie ein Schaf an den Hinterbeinen angepflockt.
Ein blödes Gefühl,
Du findest kein Asyl,
Du bist nackt und bloß,
Heimatlos.

Du beginnst im Stapel aufgestauter Zeitungen zu blättern
Und schon kommt das ganze Elend auf dich zu in großen Lettern
Und in den Fotos der Strahlemänner und der Schreibtischtäter,
Der Amigos, der Schmarotzer und der Niemalszurücktreter.
Du hast geglaubt, dem Sumpf für kurze Zeit entkommen zu sein,
Doch mit der ersten Schlagzeile hol’n sie dich alle wieder ein,
Die Heuchler, die Umfaller, die Aussitzer und Ausgrinser,
Die dunkle Konten Anleger und die Schwarzgelderverzinser.
Hab’n sie nicht alle laut und deutlich neulich noch vor aller Ohren
Allen Schaden vom Volk abzuwenden geschworen?
Und wieder hat das alte Vorurteil sich als richtig entpuppt:
Das ist nämlich gar kein Vorurteil: Macht macht sie wirklich korrupt.

Du fühlst dich heimatlos…

Kein Aufschrei geht durchs Land, nur stilles Ducken, kein Aufmucken,
Keiner geht mehr auf die Straße, nur ein müdes Achselzucken
Über Unterschlagung, Hinterziehung, Lügen und Skandale.
Eine schlappe Spaßgesellschaft, ohne Moral und Ideale.
Gib ihnen Brot und Spiele, das betäubt die Republik,
Ein Bißchen Love-Parade, Schmuddel-TV und Volksmusik.
Bißchen Unterleibskomik, bißchen nackten Hintern Zeigen
Und keiner hört mehr auf die Mahner und die Lästermäuler schweigen.
Gib ihnen hohle Plastik-Idole, die durch ihren Alltag geistern
Und bunte Werbung, um ihnen die Augen zu verkleistern,
Gib ihnen ihre Seifenoper und du hast sie in der Hand:
Heiterkeit und Lechz! und Freizeit, danach strebt das Vaterland!

Und du bist heimatlos…

Du hängst deine ganze Hoffnung an den letzten ehrlichen Knochen
Und dann siehst du in den Nachrichten, der ist auch bestochen!
Für’n Flugticket, ’nen Opernball, für ein paar Pirouetten
Auf dem roten Teppich für ein Bild in den bunten Gazetten…
Du möchtest aufheul’n vor Enttäuschung, ausrasten, stehst unter Schock,
Doch die Leute sind echt gut drauf, hab’n mehr auf Comedy Bock
Und sie johl’n, sie schlagen sich die Schenkel blutig vor Lachen
Und du spürst, du mußt dich schleunigst hier vom Acker machen.
Aber du kannst nicht gleichgültig zusehn, wie sie das Volk bescheißen,
Du hast lang genug geknurrt, jetzt kriegst du Lust, zu beißen!
Und wo wolltest du denn auch hin, wenn deine Wut verraucht?
Hier hast du lebenslänglich und hier wird dein Zorn gebraucht!

Du bist heimatlos…

Der Dax, der Dow Jones, der Euro, die Gewinnzahlen des Tages –
das Wetter von morgen.

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Gruß Hubert

 

Mittwoch, 29. November 2017

Schmidt – Klientelpolitik von der dümmsten Sorte

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Obwohl Glyphosat unter starkem Verdacht steht krebserregend zu sein stimmte der bayerische Landwirtschaftsminister Schmidt in der EU dafür. Dazu noch seine blöden Kommentare von wegen sachorientierte Entscheidung usw. Es steht wohl außer Zweifel, dass er sich als Lobbyist betätigt hat. Man sieht wieder einmal wie solchen Leuten die Gesundheit der Bevölkerung egal ist. Frankreich hat auch mit Ja gestimmt, aber mit der Auflage, dass in spätestens drei Jahren damit Schluss sein muss. Deutschland lässt das Ende offen. Bayer wird dazu sicher danken sagen. Dass er damit die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und der SPD massiv erschwert hat ist auch noch zu erwähnen.

Aus Tagesspiegel.de

Landwirtschaftsminister Schmidt stimmt der Glyphosat-Zulassung zu und empört damit die Umweltministerin. Seine dreiste Entscheidung erschwert die Annäherung zwischen Union und SPD. Ein Kommentar.

 



Foto: AFP Photo Tobias Schwarz
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Die Sache kommentiert sich eigentlich von selbst. Was soll man da noch sagen? Es sind die Momente, in denen man einfach fassungslos ist, in denen der Verstoß gegen die Würde des Systems, gegen den zwischenmenschlichen Anstand und Respekt, gegen die politische Vorsicht und Vernunft so offensichtlich sind, dass man eigentlich schon gar keine Lust mehr hat, das aufzuschreiben. Was sich der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) da am Montag geleistet hat, ist politische Realsatire. Es ist Klientelpolitik von der dümmsten Sorte zum falschesten aller Zeitpunkte. Punkt. Aber weil noch ein paar Zeilen übrig sind, sei das noch kurz begründet.

Am Montag hat in Brüssel der deutsche Vertreter für einen Antrag der Europäischen Kommission gestimmt, die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verlängern, offenbar auf Anweisung aus dem deutschen Landwirtschaftsministerium. Christian Schmidt von der bayerischen Christlich Sozialen Union hat die Entscheidung verteidigt, die SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks hat sie kritisiert, in Brüssel fragt man sich nun, ob sie gilt, und ob das der erste Vorgeschmack auf die neue deutsche Bananenrepublik ist, die angesichts des Chaos bei der Regierungsbildung gefürchtet wird.

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Dumm, dreist und peinlich

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Glyphosat gilt einer UN-Studie zufolge als krebserregend, andere Studien widersprechen. Ist die Lage unklar, sollte bei einer Entscheidung für die Verlängerung zumindest die politische Verantwortung eindeutig sein. Das ist gerade nicht der Fall. Solch eine polarisierende Entscheidung in einem politischen Vakuum wie dem derzeitigen zu fällen, zeugt von mangelndem Instinkt und mangelndem Respekt.

Zudem verschärft es unnötig die politische Instabilität, indem es inmitten zarter Annäherungsversuche von SPD und Union für eine neue große Koalition zur Überwindung der Regierungskrise eine Bombe platzen lässt. Die SPD spricht prompt von einem Vertrauensbruch. Es entsteht außerdem der Eindruck, dass hier eine politische Notlage ausgenutzt wird, um schnell im Sinne des eigenen Klientels – den bayerischen Großbauern – noch Nägel mit Köpfen zu machen, solange es noch irgendwie geht.


Dumm, dreist und peinlich ist das. Musste das noch gesagt werden? Eigentlich versteht es sich von selbst. Aber dann offenbar auch wieder nicht. Und das ist der größte Skandal.

von Anna Sauerbrey.
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Schmidt – Klientelpolitik von der dümmsten Sorte

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Gruß Hubert

 

Glyphosat - der „Allestöter“

Glyphosat ist ein „Allestöter“. Es kann auch Missbildungen bei Kindern hervorrufen. Organisch an den Stellen, in welcher Zeit der Schwangerschaft die Mutter mit Glyphosat (Handelsname Roundup®) in Kontakt kam. Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Herbizid.

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Roundup, der Prozess – ARTE

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Roundup® (= Glyphosat) ist unter diesem und anderen Markennamen das weltweit am meisten gespritzte Pflanzenschutzmittel. Vierzig Jahre nach dessen Markteinführung wurde sein Wirkstoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Vor dem Hintergrund der in der Europäischen Union anstehenden Entscheidung über ein Glyphosat-Verbot geht die Doku dem Skandal auf den Grund.
Allein 2014 wurden 825.000 Tonnen des starken Unkrautvernichters Glyphosat auf Feldern und in Gärten ausgebracht. Die Besorgnis hinsichtlich der Gefahren, die von dem weltweit meistgespritzten Pflanzenschutzmittel ausgehen, ist groß. Zumal die Internationale Agentur für Krebsforschung Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen einstufte und damit zu einem ganz anderen Schluss kam als die großen amerikanischen und europäischen Gesundheitsbehörden, die Monsantos Roundup® und dessen Wirkstoff Glyphosat als ungefährlich bezeichneten.
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Anknüpfend an ihren investigativen Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ aus dem Jahr 2008, zeigt die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuen Film, dass Roundup® noch gefährlicher ist als bisher befürchtet: Der „Allestöter“ – so der Beiname des Produkts im Spanischen – macht krank und vergiftet Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen, denn er ist überall anzutreffen: im Wasser, in der Luft, im Regen, in der Erde und in Lebensmitteln. Außerdem ist Glyphosat nicht nur krebserregend, sondern auch eine hormonaktive Substanz, ein starkes Antibiotikum und ein Chelatbildner, der Spurenelemente bindet. Der Film enthüllt die katastrophalen Folgen dieser Eigenschaften und zeigt aufwühlende Bilder von Opfern in den USA, Argentinien, Frankreich und Sri Lanka; auch zahlreiche Wissenschaftler kommen zu Wort. Roter Faden des Dokumentarfilms ist der symbolische Prozess vom Oktober 2016 in Den Haag: Beim internationalen Monsanto-Tribunal klagte eine Bürgerinitiative den Saatgut-Multi in dessen Abwesenheit auf Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Ergebnis des Prozesses ist ein hieb- und stichfestes Rechtsgutachten, das möglicherweise dazu führen wird, dass „Ökozid“ als Tatbestand im internationalen Recht Anerkennung findet.
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VIDEO https://www.arte.tv/de/videos/069081-000-A/roundup-der-prozess/

Verfügbar: vom 17. Oktober 2017 bis zum 16. Dezember 2017

Mittwoch, 22. November 2017

Colonia-Dignidad-Täter unter Sozialbetrugs-Verdacht

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Wirklich ein unglaublicher Skandal dass so ein Verbrecher, der mehr als nur wohlhabend ist, der jahrelang Kinder missbraucht, misshandelt und gefoltert hat, der in Chile verurteilt ist, noch Sozialhilfe vom deutschen Staat bekommt, weil die Beamten nicht gewillt sind nachzuschauen mit wem sie es zu tun haben. Dass so einer sich nicht schämt um Sozialhilfe anzusuchen wundert mich bei so einem kriminellen Charakter ja nicht.

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Video: Colonia-Dignidad-Täter unter Sozialbetrugs-Verdacht

 

21.11.17 | 07:43 Min. | Verfügbar bis 21.11.2018

Der frühere Sektenarzt Hartmut Hopp kassiert in Deutschland Sozialhilfe, obwohl er Vermögen in Chile besitzt. Das Auswärtige Amt soll seit Anfang 2016 informiert gewesen sein, hat aber nicht reagiert.

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Colonia-Dignidad-Täter unter Sozialbetrugs-Verdacht

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Chile, 11. September 1973. Hunderttausende protestieren auf den Straßen Santiagos gegen General Pinochet, der sich gegen den Präsidenten Salvador Allende an die Macht putscht. Unter den Demonstranten sind auch Lena, die als Stewardess am Tag zuvor in Chile gelandet ist, und ihr Freund Daniel, der als Fotograf in Santiago lebt. Unzählige werden in den Wirren des Aufruhrs vom Geheimdienst verhaftet, so auch Daniel und Lena. Daniel wird noch in der Nacht an einen unbekannten Ort verschleppt. Nach dem ersten Schock versucht Lena herauszufinden, was mit Daniel passiert ist. 

Doch die Mitstreiter seiner Studentengruppe tauchen unter und auch die Deutsche Botschaft verweigert ihr jede Hilfe. Bei Amnesty International hört sie das erste Mal von der berüchtigten Colonia Dignidad, einer abgeschotteten deutschen Sekte im Süden Chiles, die enge Verbindungen zum Geheimdienst unterhält: es geht das Gerücht um, dass auf dem Gelände der Colonia Gefangene gefoltert werden – und Daniel vermutlich dort gefangen gehalten wird. Völlig auf sich allein gestellt, entschließt sich Lena, der mysteriösen Sekte beizutreten und so Daniel wiederzufinden. Doch schon bald erkennt sie, in welch aussichtslose Situation sie geraten ist, denn noch nie ist jemandem die Flucht aus der Colonia gelungen…

https://www.google.it/search?q=colonia+dignidad+kritik&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=OsYVWtHoG_CJ8QfBlK2gDw

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Auszug aus der FAZ

Schuhplattler für den Putschisten

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Die Colonia-Dignidad ein Sektenzentrum in Chile, das 1961 von dem vor einer Anklage wegen Kindesmissbrauchs aus Deutschland geflohenen Paul Schäfer gegründet und zum Ort einer Willkürherrschaft über seine meist deutschstämmigen Anhänger wurde. Die tägliche Arbeitszeit betrug sechzehn Stunden, die Familien wurden zerschlagen, Frauen und Kinder den Gelüsten des Sektenchefs ausgeliefert, der die Colonia Dignidad nach dem Pinochet-Putsch den neuen Machthabern andiente: als hermetisch abgeriegeltes Terrain, auf dem Regimegegner gefoltert, ermordet und verscharrt werden konnten. Die deutsche Botschaft hielt ihre schützende Hand über Schäfers Treiben, und Pinochet persönlich kam zu Besuch, bei dem er mit Blasmusik und zünftigem Schuhplattlern empfangen wurde.

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/daniel-bruehl-und-emma-watson-in-colonia-dignidad-14079966.html

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Gruß Hubert

Freitag, 29. September 2017

Trump wäre wieder mal beim feuern

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Trump kann nur beleidigen, spalten und feuern und Verträge sind für ihn sowieso nur da um gebrochen zu werden. Jetzt möchte er aus Protest knieende schwarze Footballer feuern lassen, aber da wird man sicher nicht auf ihn hören. Von fehlendem Respekt sollte er besser nicht reden, da muss er „first“ bei sich selbst anfangen. Natürlich kommen bei Trump die Weißen first vor Schwarzen, daran zweifelt niemand. Ganz sicher wird er bei dieser Forderung auf Granit beißen. Welchen Rassismus es in den USA noch gibt weiß man ja, man erinnere sich nur an das erschießen von schwarzen, unschuldigen Bürgern, zum Beispiel bei einer Verkehrskontrolle. Die das Niederknallen von Schwarzen auch noch ungestraft tun, weil fast immer freigesprochen. Ist wohl klar, dass bei Trump und anderen Rassisten die Weißen first kommen, vor allen anderen Nicht-Weißen und zuletzt die Schwarzen.


Irgendjemand sagte mir: was kümmerst du dich um Trump und die USA, wir leben in Deutschland, in Europa. Da sage ich nur Trump steht für mich STELLVERTRETEND für die hässliche Fratze des Rassismus, für Nationalismus und für nationalen Egoismus. Wo kämen wir hin, wenn alle Regierungschefs sich so verhalten würden wie diese amerikanische Narzisst, der keine Ahnung von Politik hat? Einer, der sich mit Ultrarechten, wie Richard B. Spencer von der Alt-Right-Bewegung am rechtsextremistischen Rand der politischen Rechten abgibt oder mit Steve Bannon vom Breitbart News Network. Anhänger der Alt-Right werden oft auch als „White Supremacists“, Rechtsextremisten und Neonazis bezeichnet.


Man muss sich einmal überlegen warum sind denn Schwarze (Rassisten sagen Neger dazu) überhaupt in den USA. Sie wurden doch als Sklaven mit Schiffen in die USA gebracht! Man unterdrückte sie auf Baumwollplantagen, misshandelte sie und beutete sie aus. Und jetzt wären es Menschen dritter Klasse?

Die knieenden Footballer haben volkommen recht! Ich solidarisiere mich mit ihnen gegen alle Rassisten und gegen alle Rechtsextremen.



Aus Tagesschau.de

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Bild aus Tagesschau.de
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Protest bei Nationalhymne

Trump will kniende Footballer feuern

US-Präsident Trump ist für beleidigende Worte bekannt. Doch diesmal griff er in die unterste Schublade: Football-Spieler, die aus Protest gegen die Diskriminierung Schwarzer bei der Nationalhymne knien, nannte er „Hurensöhne“ und forderte die NFL auf, sie zu feuern.

Von Marc Hoffmann, ARD-Studio Washington

Die Nationalhymne gehört zu jedem Football-Spiel dazu: Zu besonderen Anlässen wird sie von einem Musikstar live gesungen. Die Zuschauer und Spieler im Stadion erheben sich. Manche singen mit. Doch einige Spieler gehen in diesen Minuten bewusst auf die Knie. Sie wollen auf die Rassendiskriminierung aufmerksam machen. Seit gut einem Jahr wird in den USA über diese Form des Protests diskutiert.


Für US-Präsident Donald Trump handeln die knienden Football-Spieler respektlos. Trump wendete sich gestern auf einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Alabama an die Klubchefs der Football-Profiliga NFL. Diese sollten die protestierenden Spieler entlassen. Vor seinen feiernden Anhängern polterte Trump: „Würden Sie nicht gerne hören, dass einer der Bosse der National Football League sagt, wenn jemand unsere Flagge nicht respektiert: ‚Nehmt diesen Hurensohn sofort vom Feld! Er ist gefeuert!‘?“ Und weiter: „Dies ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition und gegenüber allem, für das wir stehen.“ (Anmerkung: für das wofür Trump steht, stehen nicht alle Amerikaner).


Welle des Protests


Begonnen hat der ungewöhnliche Hymnen-Protest vor gut einem Jahr. Quarterback Colin Kaepernik, damals bei den San Francisco 49ers, weigerte sich zu stehen. Dafür erntete der prominente Spieler viel Kritik. Weitere Spieler, auch anderer Teams, folgten seinem Beispiel. Derzeit ist Kaepernik vereinslos.

Trump will dieses Verhalten stoppen und ruft zum Boykott auf. „Auch wenn es nur ein Spieler ist – verlasst das Stadion! Ich garantiere euch, diese Dinge werden dann aufhören. Steht einfach auf und geht.“


NFL verurteilt Trump-Äußerungen


Die Football-Profiliga NFL reagierte mit scharfen Worten. Trumps Aussagen seien spalterisch und respektlos, heißt es in einem offiziellen Statement, das die NFL per Twitter veröffentlicht hat. Der Chef der NFL-Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith, sagte, der Verband werde auf jeden Fall das Recht der Spieler auf freie Meinungsäußerung schützen.

Auch Basketball-Profis stimmten in die Kritik an Trump ein. Stephen Curry von den Golden State Warriors sagte, er werde gegen einen geplanten Besuch des aktuellen NBA-Meisters beim Präsidenten stimmen. Trump erklärte via Twitter, es sei für ein Meisterschafts-Team eine große Ehre, ins Weiße Haus zu kommen. „Stephen Curry zögert, darum ist die Einladung zurückgezogen!“ Basketball-Star LeBron James, der im Präsidentschaftswahlkampf Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton unterstützt hatte, schrieb daraufhin auf Twitter: „Ins Weiße Haus zu gehen war eine große Ehre – bis Sie aufgetaucht sind!“

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Trump wäre wieder mal beim feuern

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Hier noch einige Kommentare.

Am 24. September 2017 um 03:35 von Hanno1984
Der Splitter im Auge des Anderen…
„Für US-Präsident Donald Trump handeln die knieenden Football-Spieler respektlos.“ Die Diskriminierung von Minderheiten bzw. weniger mächtigen gesellschaftlichen Gruppen ist respektlos, und damit haben die USA ein Problem, das von weißen Oligarchen allzugerne negiert wird! Der (weiße) US-Bürger ist damit nicht alleine; auch wir sollten uns fragen: Wie gehen wir mit Randgruppen um? Politische, monetäre, ethnische, religiöse Minoritäten; was ist angemessen bezüglich Abgrenzung (dem Bedürfnis derer, die sich in ihrer Identität bedroht fühlen) und Integration (dem Bedürfnis der Marginalisierten bzw. Nicht-Deutschen)? Das ist wahrlich kein Thema von Nationalstaaten.

Am 24. September 2017 um 03:48 von Wendehammer
Nein, Mr. President!
Eine Schande für das „großartigeste Land dieser Welt“ sind ausschließlich Sie, der sich als Soziopath auf dem Pfad der 140-Zeichen-Gemeinde bewegt und und andersdenkende und -handelnde Menschen mit Spott, Drohungen und Respektlosigkeit überzieht.
Ich hoffe von ganzem Herzen, daß Ihre Amtszeit vorzeitig endet. Wie auch immer!

Am 24. September 2017 um 04:40 von Reginald
Teufelsbrut
Überall sind Idioten an die Macht gekommen. Diese Idioten werden überall die Gesellschaften spalten Bevölkerungsgruppen werden sich schon bald in unversöhnlichem Hass und Zwietracht gegenüber stehen. Wir brauchen keine Hassprediger gleich welcher Politik oder Religion. Diese Art von Politikern oder Religionsfaschisten gehören zur wahrhaftigen Teufelsbrut.

http://meta.tagesschau.de/id/127257/usa-trump-will-kniende-footballer-feuern

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Gruß Hubert